25 Jahre Autobahnkirche Medenbach – ein Rastplatz für die Seele

Am 28.06.2026 wurde in der Autobahnkirche Medenbach das 25-jährige Jubiläum gefeiert. Dass es sich hier um einen ganz besonderen Ort handelt, da waren sich alle Anwesenden einig.

Die Feierlichkeit begann mit einem Gottesdienst, gehalten von Pfarrer Thomas Tschöpel. Der Gottesdienst war aufgrund der Sommerhitze in den Innenhof, das Atrium der Autobahnkirche, unter ein Sonnensegel verlegt worden. Die Predigt hatte die Hochzeit zu Kana zum Thema. Eine Geschichte, die vom Wunder der Umwandlung von Wasser in Wein durch Jesus erzählt. Pfarrer Tschöpel zeigte auch die Parallelen zur Entstehungsgeschichte der Autobahnkirche auf: Der Stifter Alfred Weigle war ein Reisender. Während einer seiner Reisen sah er eine Autobahnkirche. Hier entstand der Plan, der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Zufälle bestimmten dann den Standort an der Raststätte Medenbach. So kam es, dass an der A3 diese besondere Begegnungsstätte entstand. 

Pfarrer Tschöpel richtete den Blick am Ende des Gottesdienstes, der durch schöne Lieder begleitet wurde, auch auf Fakten und Zahlen:

Eine ungefähre Hochrechnung ergibt, dass im Jahr 20.000 Menschen in der Kirche innehalten, somit sind es schon 500.000 seit Entstehung der Kirche.  Die Zahlen sind erkennbar an der Zahl der Kerzen, die immer wieder von Reisenden entzündet werden und an der großen Zahl der Einträge im Anliegenbuch.

Im Anschluss an den Gottesdienst folgten Grußworte von Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende, der Stellvertretenden Dekanin Miriam Lehmann, der Pröpstin Henriette Crüwell, Hr. Patrick Bruns als Vertreter der von Alfred Weigle ins Leben gerufenen Stiftung sowie Pfarrer Klaus Wallrabenstein, der während des Autobahnkirchen-Baus Pfarrer in Medenbach war. Frau Heidemarie Utsch, die Witwe des Stifters Alfred Weigle, überbrachte Grußworte des damaligen Weihbischofs Gerhard Pieschl. 

Von allen Rednern wurde auf den besonderen Rastplatz hingewiesen. Mitten im Lärm der Autobahn findet sich hier ein Rastplatz – für den Körper, ganz besonders aber auch für die Seele. Zeugnis hierfür findet sich im Herzstück der Autobahnkirche, im Anliegenbuch. Viele Besucher hinterlassen darin ein Gebet, einen Dank, eine Bitte, sie teilen auch ihre Sorgen und Ängste. Manchmal sind es nur ein paar Worte, manchmal ganze Seiten. Dass hier mittlerweile das 50. Anliegenbuch ausliegt, spricht für sich. 

Nach dem Gottesdienst und den Grußworten hatten die Gäste Gelegenheit, sich bei erfrischenden Getränken, bei Kaffee und Kuchen sowie bei herzhaften Häppchen zu stärken. Trotz der Hitze verweilten noch viele Besucher bei anregenden Gesprächen. (Text: S. Schönborn, gek. ) 

 


Tag der Autobahnkirchen 2025

Am 29. Juni 2025 fand wieder der Tag der Autobahnkirchen statt. Wie jedes Jahr am letzten Sonntag im Juni feierten wir einen Gottesdienst mit anschließendem Empfang zu Kaffee und Kuchen in der Autobahnkirche in Medenbach. Pfarrer Thomas Tschöpel gestaltete den Gottesdienst, Thema war „Jakob schaut die Himmelsleiter und gründet ein Heiligtum“. Auch der Nauroder Ortsvorsteher Wolfgang Nickel, der stellvertretende Revierleiter der Autobahnpolizeistation und ein Vertreter der Notfallseelsorge wurden vom Pfarrer interviewt.

Pfarrer Tschöpel predigte über das Heiligtum im Alten Testament und den Ort der Kirche an der Autobahn. Wolfgang Nickel sprach über den Bau der Autobahnpolizeistation, den er als verantwortlicher Polizist begleitete und fachlich beriet. Herr Hauptkommissar Wölfel, stellvertretender Revierleiter der Autobahnpolizeistelle, sprach über den aktuellen Arbeitsalltag der Polizist/Innen in der Autobahnpolizeistation Medenbach, deutlich wurde auch, wie viele Menschen immer wieder Tag und Nacht die Kirche auf der Raststätte besuchen. Auch ein Mitarbeiter der Notfallseelsorge sprach über deren ehrenamtliche Arbeit. Die Notfallseelsorge begleitet viele Einsätze im Jahr, die auch von der Raststätte und Kirche aus begleitet werden.

Der Kirchenvorstand bot an diesem heißen Sonntag Kaffee und Kuchen, sowie Wasser an, gefeiert wurde der Gottesdienst und der kleine Empfang im Innenhof der Autobahnkirche.

Nächstes Jahr werden wir das 25-jährige Bestehen unserer Autobahnkirche mit einem Jubiläum feiern

Monatliche Andacht

Am 15.05.2024 fand In der Autobahnkirche die monatliche Andacht statt, die von Pfr. Jens Georg gehalten wurde. Er freute sich sehr, im Rahmen seiner Vakanzvertretung in der Kirchengemeinde Medenbach auch einmal in der Autobahnkirche einen Gottesdienst halten zu können. Umso schöner war es, dass es gleich mehrere Anlässe gab, Danke zu sagen.

Hr. Helmut Dreyer hat in früheren Jahren dem Kirchenvorstand angehört. Auch nach seinem Ausscheiden kümmerte er sich noch intensiv um die Finanzgeschäfte der Kirchengemeinde. Frau Hanne Schafer hat sich bereit erklärt, sich um die Kollekteneinnahmen aus der Kirche Medenbach und der Autobahnkirche zu kümmern. Herr Werner Schönborn wird zukünftig die Übergabe der Pfarrscheune bei den Vermietungen betreuen. Und Herr Dominik Groß wird neben seiner Küstertätigkeit auch noch Hausmeisterarbeiten übernehmen. Ihnen allen wurde von Frau Gerda Steinmetz mit einem kleinen Präsent gedankt. Und Herr Pfr. Georg gab ihnen den Segen mit auf den Weg.

Im Anschluss an die gut besuchte Andacht blieb auch noch Zeit, mit einem Gläschen Sekt auf eine gute Zusammenarbeit anzustoßen.