Pfarrer Ebling mit seinem Amtsbruder Valentino
Bei herrlichem Sonnenschein empfing Pfr. Ebling die Ostermontags-GD-Besucherinnen und Besucher an der Kirchentür. Die, die nicht da waren, verpassten etwas, denn, neben Pfr. Ebling war auch sein Amtsbruder Valentino mit dabei. Es wurde eng auf der Kanzel.
Valentino schenkte bei der Dialogpredigt seinem Amtsbruder nichts. Nur, weil er graue Haare habe und ein Morsegerät (Spaß!) zu Hause, sei er nicht alt! Die beiden berichteten vom Reli-Unterricht in der Wickerbachschule, wo im Unterricht in der 4. Klasse gerade Martin Luther Thema war. Bei einem Besuch in der Kirche erstellten die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Thesen. Nur mit Mühe waren sie davon abzubringen, diese an die Kirchentür zu nageln… Stattdessen standen sie auf einem Plakat vor dem Altar, für jede Besucherin und Besucher lesbar. In der Predigt ging es um Veränderung: auch die Veränderung, die der Tod und die Auferstehung für uns alle mit sich bringen. Im Allgemeinen wie im persönlichen Leben. Und so wollten die beiden wissen, welche Veränderungen sich denn die anwesenden Schülerinnen und Schüler in der Wickerbachschule wünschen: Eine zaghafte Stimme sagte: „sauberere Toiletten.“ Auf der Tafel standen andere Thesen, wie ein größerer Schulhof, der kindgerecht gestaltet sein sollte. Oder eine neue Sporthalle.
„Eile mit Weile“, sagte Pfr. Valentino, die Schule wurde doch erst vor 6 Jahren eingeweiht. Da, meinte Pfr. Ebling trocken, sei die erste Generation nach 4 Jahren schon wieder in weiterführende Schulen gewechselt. Veränderung, das Thema der Predigt. So spricht Paulus in einem Brief an die Korinther eben vom Wechsel des Verweslichen ins Unverwesliche, und über das, was über den Tod hinaus uns die Hoffnung gibt: „Tod, wo ist dein Sieg, Tod, wo ist dein Stachel?“ Überwunden! Das bringt die Veränderung in unser aller Leben. Das ist Ostern! Darin waren sich die beiden Pfarrer einig, Amen.
Kinder wie Erwachsene erlebten einen fröhlichen, beinahe ausgelassenen Gottesdienst, musikalisch untermalt von den ChorOna-Sängerinnen, die gefühlvolle Lieder zusammen mit dem Organisten Markus Kaiser vortrugen, sowie modernen Liedern aus dem EG+ Beiheft.
Nach dem Segen gab’s an der Kirchentür noch Osterglocken und Ostereier. So kann ein Gottesdienst auch gestaltet sein!
Martin Maurer
Foto: Petra Opitz
Bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein fanden 27 aufgeregte, aber heiter gestimmte Konfirmandinnen und Konfirmanden sowie deren Familien und Freunde den Weg in die dann gut gefüllte Kirche.
Vorweg, sie gestalteten den Gottesdienst durchgängig alleine, indem sie ihre bei der vorhergehenden Konfirmandenfreizeit gewonnenen Einsichten zum Thema „Leid“ vermittelten; die beiden Pfarrer assistierten nur.
Die Jugendlichen meisterten ihre ‚Auftritte‘, als ob sie noch nie etwas anderen getan hätten, unglaublich! Ein Rollenspiel zu Beginn machte klar: Leid ist nicht vergleichbar. Es geht nicht an, sich mit dem eigenen, immer für größer als das der anderen gehaltenen Leid über andere zu stellen. Dadurch, dass Jesus für alle Menschen gestorben ist, wird jedes Leid erträglich, weil es von anderen mitgetragen werden kann.
Die ‚Predigt‘ war dann ganz besonders: Die Konfis hatten sich intensiv mit der Geschichte der Jünger befasst, die auf dem Weg nach Emmaus dem auferstandenen Jesus begegnen, ihn aber erst nach einem langen Tag am Abend beim Brechen des Brotes erkennen, und spielten sie nach. Dann gab es noch die Frauen, die Jesus’ Leichnam salben wollten und ihn nicht vorfanden. Die Video-Szenen wurden im Freien und in der Unterkunft gefilmt: Das leere Grab – ein Zimmer mit geöffneter Tür. Unter der Bettdecke fanden „die Marias“ einen Engel, der ihnen vom auferstandenen Jesus erzählte. Und schon stand dieser in der Türe und forderte die Frauen auf, schnell ins Dorf zu laufen und die Botschaft von der Auferstehung weiterzugeben. Szenenwechsel. Die beiden Marias (von Jungs gespielt) nahmen die Beine in die Hand, rennen ins Dorf, treffen auf andere, erzählen das Erlebte und laufen gemeinsam weiter. So verbreitet sich die Kunde vom Auferstandenen. Der Erzähler kommt ins Bild, die Bibel wird hörbar zugeklappt. ENDE. Aufbrausender Applaus, so wurde die Auferstehungsgeschichte in der Nauroder Kirche noch nie erzählt.
Auch die Lieder hatte die Gruppe passend aus dem Gesangbuch EG+ gewählt: „Gut, dass wir einander haben“ oder „Lobe den Herrn, meine Seele“ und zum Abschluss „Möge die Straße uns zusammenführen“ waren auch vielen Familienangehörigen bekannt, die Singenden wurden an Orgel und E-Piano von Markus Kaiser begleitet.
Nach einem gemeinsamen Foto am Altar dankte Pfarrer Tschöpel allen im Hintergrund beteiligten Helferinnen und Helfern, der Gottesdienst war ein echtes Gemeinschaftsprojekt… Im Anschluss wurden noch zwei Konfis getauft, das übernahm dann doch einer der Pfarrer!
Die Menschen verließen die Kirche beeindruckt und in heiterer Stimmung: Wie anders Kirche auch sein kann, wie lebendig und inspirierend, fröhlich und mitreißend! Und ganz nebenbei: schön zu sehen, wie AMeN langsam zusammenwächst.
Martin Maurer
„Cocktail“ aus Guaven- Orangen- und Ananassaft
An Sonntagen 15. und 22. März wurden im Kindergottesdienst Weltgebetstag gefeiert. Jedes Jahr erstellen Frauen aller Konfessionen des ausgewählten Landes Gottesdienste für Erwachsene und Kinder, die weltweit gefeiert werden. 2026 ist das Gastgeberland Nigeria und das Thema lautet „Kommt! Bringt eure Last“.
Am ersten Sonntag wurden die 11 Kinder mit landestypischer Musik und einem „Cocktail“ aus Guaven- Orangen- und Ananassaft begrüßt. Gemeinsam wurde das Begrüßungslied „Funga alafia“ geübt und mit Bewegungen und Rasseln begleitet. In der gestalteten Mitte aus Tüchern in den Flaggenfarben weiß und grün lagen Bilder mit Früchten und Gemüsesorten. Mit Hilfe einer Powerpoint-Präsentation lernten die Kinder einiges über Nigeria und konnten vor allem die extremen Unterschiede zwischen Arm und Reich erkennen. Auf den Bildern war natürlich auch der Umriss Nigerias zu sehen. Die Kinder sollten dann die 36 nigerianischen Bundesstaaten zusammen puzzeln. Das war doch schwieriger als zunächst gedacht. Zur Belohnung ging es dann nach draußen und alle konnten sich bei dem Spiel „Papaya, Papaya“ austoben.
Am zweiten Sonntag wurde zum Thema „Kommt! Bringt eure Last“ die Geschichte eines nigerianischen Mädchens erzählt, das in der Schule nicht so gut mitkam. Ihre Freundinnen trösteten sie und halfen ihr durch das Angebot, mit ihr zu lernen und zu beten. Die Kigo-Teamerinnen Katja Ritte und Anna Schramm zeichneten den Verlauf der Geschichte immer neu an die Tafel. Zum Abschluss durften die Kinder Schmetterlinge basteln, da es in Nigeria über 1000 verschiedene Schmetterlingsarten gibt.
Ein Vierteljahrhundert im Dienst der Kirche
Am Sonntag, den 8. März 2026, feierte Pfarrer Thomas Tschöpel in der evangelischen Kirche in Naurod sein 25-jähriges Dienstjubiläum. Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt – ein Zeichen dafür, wie viele Menschen seinen Weg in den vergangenen Jahren begleitet haben und wie sehr er in den AMeN-Gemeinden Auringen, Medenbach und Naurod angekommen ist, seit er dort im Juni 2024 seinen Dienst antrat.
Der berufliche Weg von Thomas Tschöpel begann 1999 in Offenbach-Bieber, wo er sein Vikariat abschloss. Seine erste Pfarrstelle führte ihn gemeinsam mit seiner Ehefrau, ebenfalls Pfarrerin, nach Oberweser in Nordhessen, heute Wesertal. Acht Jahre wirkte er anschließend in der lebendigen Gemeinde Kassel-Wolfsanger – eine Zeit, die ihn und seine Arbeit nachhaltig prägte. Es folgte eine kurze Station im Main-Kinzig-Kreis in Brachttal-Schlierbach, bevor er 2014 in die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau zurückkehrte. Zehn Jahre lang betreute er dort die drei Wetteraugemeinden Bleichenbach, Selters-Wippenbach und Effolderbach, ehe er vor zwei Jahren in die nordöstlichen Wiesbadener Vororte wechselte. Dort teilt er sich die Arbeit in den AMeN-Gemeinden mit Pfarrer Ebeling.
Im Jubiläumsgottesdienst erzählte Pfarrer Tschöpel, eingebettet in seine sehr persönliche Predigt über den Propheten Elia, von prägenden Momenten aus 25 Dienstjahren. Ein Vierteljahrhundert als Pfarrer bringt viele erinnerungswürdige Begegnungen und besondere Erfahrungen mit sich. Als Bordseelsorger begleitete er Kreuzfahrtreisen, eine Aufgabe, die er bis heute mit Freude übernimmt. Besonders verbunden fühlt er sich der Natur. Taufen in der Fulda und Gottesdienste unter freiem Himmel zählen für ihn zu den Momenten, die ihm in besonderer Weise in Erinnerung geblieben sind. Auf seinen Wegen begegnete er vielfältigen Gemeinden und vielen engagierten Menschen, die gemeinsam mit ihm Kirche lebendig werden ließen.
Dass diese Verbundenheit über die Jahre hinweg trägt, zeigte sich am Jubiläumssonntag deutlich. Gemeindeglieder aus früheren Wirkungsorten waren angereist, ebenso Vertreter der Kirchenvorstände aus Bleichenbach und Effolderbach. Freunde aus seiner Jugendgruppe in Dotzheim, mit denen er schon als junger Mensch Gottesdienste organisiert hatte, ließen es sich nicht nehmen, mitzufeiern. Der Nauroder Ortsvorsteher Wolfgang Nickel überbrachte die Grüße des Ortsbeirats und dankte Pfarrer Tschöpel für seine offene, kommunikative Art und sein Wirken im Stadtteil. Unter den Gratulanten war auch seine Lehrpfarrerin aus dem Vikariat, Angelika Mader, die seine Entwicklung seit den ersten beruflichen Schritten würdigte.
In seiner gesamten Dienstzeit spielte die Arbeit mit jungen Menschen für Thomas Tschöpel eine große Rolle. Besonders gern unterrichtete er an der Oberstufe in Konradsdorf und bereitete Schülerinnen und Schüler auf das Abitur vor. Wie in den Gemeinden zuvor engagiert er sich aktuell auch in AMeN intensiv in der Konfirmandenarbeit und begleitet dort das Zusammenwachsen der drei Gemeinden. Seine ruhige, zugewandte Art und seine Offenheit im Umgang mit Menschen prägen seine Arbeit und machen ihn für viele zu einem wichtigen Ansprechpartner.
Beim anschließenden Empfang im Gemeindehaus kamen viele miteinander ins Gespräch. Alte Erinnerungen wurden wach, man traf vertraute Gesichter wieder und erzählte von gemeinsamen Wegen. Die Stimmung war geprägt von Dankbarkeit für 25 Jahre Dienst und für einen Pfarrer, der seinen Beruf mit echter Leidenschaft lebt.
Die AMeN-Gemeinden gratulieren Pfarrer Thomas Tschöpel herzlich zu seinem Ordinationsjubiläum und freuen sich auf die kommenden gemeinsamen Jahre.
Christina Dietz
Das Vorbereitungsteam vor dem Altar
Kommt! Bringt eure Last
Dem einladenden Ruf des diesjährigen Weltgebetstags, in dessen Mittelpunkt Nigeria steht, sind über 70 Frauen und eine Hand voll Männer aus den ev. AMeN-Gemeinden und dem katholischen Kirchort von St. Birgid, St. Elisabeth in Auringen gefolgt: In der Medenbacher Pfarrscheune wurden noch bis zum Beginn des Gottesdienstes um 17 Uhr von emsigen Helferinnen Stühle herbeigeholt. Nach Aussagen von Teilnehmerinnen war es nicht zuletzt die Last der zunehmenden Gewalt in der Welt durch immer bedrohlicher werdende Kriege und antidemokratische Entwicklungen, die sie bewegte, diesem Gottesdienst zu besuchen, von dem man erfahrungsgemäß durch den Blick über den Tellerrand und das Erleben von Gemeinschaft Kraft schöpfen kann.
Gemäß dem Motto des Weltgebetstages „informiert beten – betend handeln“ erlebten die Anwesenden nicht nur einen stimmungsvollen bewegenden Gottesdienst, sondern erfuhren Einiges über Nigeria, den „Riesen Afrikas“, dem Land mit 230 Millionen Einwohnern, ca. 250 Ethnien und über 500 Sprachen und Idiomen. Die Christinnen des nigerianischen WGT-Komitees ließen in der Gottesdienstordnung nicht nur von Gewalt und Unterdrückung geprägte Lebensgeschichten ihrer Mitschwestern erzählen, sondern vor allem, wie sie aus dem Vertrauen auf Gottes Kraft aus ihrer Verzweiflung heraus- und Ruhe und Lebensfreude wiederfinden. Ihre Geschichten und Gebete mit schlichten starken Worten – gestaltet vom ökumenischen Team der Frauen aus Auringen, Medenbach und Naurod – ihre melodischen Lieder mit eingängigen Texten und bewegenden Rhythmen rührten die Besucherinnen und Besucher an, erfüllten den vollbesetzten Raum mit freundlicher Nähe zueinander. Diese wurde auch spürbar im anschließenden Zusammensein im oberen Stockwerk der Pfarrscheune, beim gemeinsamen Essen und guten Gesprächen. Ein Highlight war das nigerianische Reisgericht, zubereitet vom Ehepaar Karin und Adedopo Bamiro. Die beiden hatten dankenswerterweise bereits die Gottesdienstvorbereitung unterstützt mit ihren Erzählungen über Land Menschen, und mit bunten Gewändern und Stoffen aus Nigeria zur Gestaltung des Gottesdienstraumes beigetragen.
Ein schöner Abend, der mit Gebeten, Gesang und Gemeinschaft beim Essen mit dem Mut und der Durchhaltekraft der Nigerianerinnen die Hoffnung auf eine bessere Welt stärkte! Zum ‚informiert Beten‘ gehört auch das ‚betend Handeln‘! – die Kollekte für Projekte in Nigeria und aller Welt betrug knapp 600€, einer von vielen Beiträgen, die am Weltgebetstag in den Gottesdiensten zusammenkommen, um die Lebenssituation von Frauen und Mädchen zu verbessern.
Margit Ruffing, für das WGT-Team der AMeN-Gemeinden und des Kirchortes St. Elisabeth
Zwischen den Fürbitten wird vor dem Altar getanzt
Nur Mut- Fastnachtsfamiliengottesdienst mit Clown und Handpuppe
Im Fastnachtsfamiliengottesdienst in der Auringer Kirche ging es wieder bunt und lustig zu. Pfarrer Valentino, die Pfarrer-Handpuppe von Pfarrer Ebling, konnte gar nicht fassen, dass Gottesdienst sein sollte. Die 20 verkleideten Kinder erinnerten ihm mehr an eine Fastnachtsveranstaltung. Die Kinder ließen sich aber nicht beirren und erklärten Valentino, dass man in Gottesdiensten Spaß haben darf und dass Gott selbst uns die Freude geschenkt hat. Pfarrer Valentino versuchte dann, die Verkleidungen der Kinder zu erraten.
Im Verlauf des Gottesdienstes kam Valentino auch mit dem Clown, gespielt von der KiGo-Teamerin Katja Ritte, ins Gespräch. Der Clown war etwas mutlos, weil es für ihn bald auf eine neue Schule gehen soll und er dort wohl alleine ohne seine Freunde hingehen soll. Die Kinder und Pfarrer Valentino sprachen ihm Mut zu und damit er sich immer daran erinnert, sangen alle das Kindermutmachlied. Der Clown wurde wieder zuversichtlich und fröhlich und zwischen den Fürbitten tanzte er mit den Kindern zu dem Lied „Wir wollen Freude für alle“ vor dem Altar.
Besonders schön war, dass in diesem AMeN-Familiengottesdienst für die Gemeinden Auringen, Medenbach und Naurod auch KiGo-Teamerinnen aus allen drei Gemeinden dabei waren: Aniko Steinmann aus Medenbach, Anna Schramm aus Naurod, Katja Ritte, Lisa Brack und Nicole Brack aus Auringen.
Auf den Spuren Gutenbergs: KiGo-Kinder im Druckladen
Buchdruck hautnah- das durften am Samstag 11 Auringer Kinder im Druckladen des Mainzer Gutenbergmuseums erleben. Knapp 2 Stunden vor Beginn ging es mit den Stadtbussen von Auringen bis über den Rhein. Nach einer kleinen Stärkung ging es viele Stufen hinauf bis in den geräumigen Druckladen. Gespannt lauschten die Kinder, wie früher Bücher gedruckt wurden und wie Gutenberg mit beweglichen Lettern den Buchdruck revolutionierte.
Nach einer kurzen Einführung gingen die Kinder an 2 Stationen mit Feuereifer ans Werk und durften selbst drucken. Viele bunte und kreative Werke sind dabei entstanden. Vereinslogos von Fußballvereinen, Herzen, Tiere und andere Sachen wurden gedruckt. Die 2 Stunden vergingen wie im Flug. Bedauerlich für die Kinder war, dass die Kunstwerke nicht gleich mitgenommen werden konnten, da die Farben erst trocknen müssen. Aber Petra Fösken versprach, die Drucke in ein paar Tagen abzuholen.
Zum Fastnachtsfamiliengottesdienst am 8. Februar um 11.30 Uhr in der evangelischen Kirche Auringen sollten sie bereitliegen. Übrigens dürfen alle (Kinder und Erwachsene) gerne verkleidet in den Gottesdienst kommen. Ein Clown und auch Pfarrer Valentino, die Handpuppe von Pfarrer Ebling, haben ihr Kommen angekündigt.
(Nicole Brack)
Anstoßen mit leckerer Traubensaftschorle
Erster Kindergottesdienst im neuen Jahr: " Siehe, ich mache alles neu"
Mit viel Freude kamen 13 Kinder in den ersten Kindergottesdienst des neuen Jahres. Passend zur Jahreslosung „Siehe, ich mache alles neu“ stand der Gottesdienst im Zeichen von Neubeginn, Wachstum und Hoffnung.
Mit einer leckeren Traubensaftschorle wurde traditionell mit dem Kindern auf das neue Jahr angestoßen und auch der beliebte Klassiker „Einfach spitze, dass du da bist“ wurde begeistert gesungen.
Besonders Spaß hatten die Kinder bei einem anschaulichen Spiel: Die Kinder stellten Samen dar, die zunächst regungslos auf der Erde lagen. Durch „Regen“ und „Sonne“ – dargestellt mit Bewegungen und Geräuschen – begannen die Samen zu wachsen, bis schließlich bunte Blumen aus ihnen wurden. So konnten die Kinder spielerisch erleben, was die Jahreslosung bedeutet: Gott schenkt neues Leben und lässt Neues entstehen.
Im Anschluss bastelten die Kinder Kresse-Köpfe. Dabei konnten sie selbst Samen aussäen und das kreative Werk mit nach Hause nehmen – dort können sie in den nächsten Tagen beobachten, wie dem lustigen Kopf langsam grüne Haare wachsen.
Ein lebendiger Gottesdienst, der den Neubeginn und das Wachsen auf spielerische Weise erlebbar machte.
K. Ritte
Im Namen des Kirchenvorstands Blumen und ein Geschenk
Im Sommer 2021 wurde Gabriele Schmidt wieder in den Kirchenvorstand gewählt. Sie stellte sich - wie für uns anderen Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher fast selbstverständlich – wieder zur Wahl für den Vorsitz des Kirchenvorstands und wurde einstimmig gewählt. Bereits in der ersten Sitzung erklärte sie, dass sie in der Hälfte der Wahlperiode den Vorsitz abgeben und „nur“ normales KV-Mitglied bleiben wolle.
Das war ja noch so lange hin.......
Und dann kam die letzte KV-Sitzung im Dezember 2025 und sie gab den Vorsitz zum 31.12.2025 auf. Auf Vorschlag stellte sich dann Nicole Brack zur Wahl und wurde zum 01.01.2026 einstimmig gewählt. Frau Brack nahm die Wahl an und dankte Frau Schmidt für ihre sehr lange Arbeit im KV Auringen (seit 1992) und als deren Vorsitzende seit 1999, größtenteils neben ihrer Tätigkeit als Lehrerin und vielfältigen anderen kirchlichen Aufgaben. Gabi Schmidt arbeitet gerne „paulinisch“, das bedeutet, wie schon der Apostel Paulus sagte, dass alle, in die entsprechenden Gremien gewählten Menschen, entsprechend ihrer Talente, jeweils einen Teil der ganzen Arbeit übernehmen.
Gabi Schmidt hat viele Talente und so trug sie selbst ein großes Stück zum segensreichen Gelingen der verschiedenen Aufgaben bei.
Aus organisatorischen Gründen war an diesem Abend auch die stellvertretende Dekanin Miriam Lehmann anwesend.
Nachdem alle Punkte der Tagesordnung besprochen und das Protokoll verlesen war, endete diese letzte KV-Sitzung des Jahres dann traditionell mit einem gemeinsamen Essen und einer Feuerzangenbowle.
Der KV freut sich auf die Arbeit mit der neuen Vorsitzenden Nicole Brack
(SH)
(vlnr): Margit Ruffing, Ulrike Boppre, Steffie Herold, Helga Radon
„Wenn die Welt zittert: Hoffnung wächst in stürmischen Zeiten“
Der Titel des diesjährigen Frauengottesdienstes am 2. Advent lautet: „Wenn die Welt zittert: Hoffnung wächst in stürmischen Zeiten“. Wie in den vergangenen Jahren wurde der Gottesdienst von Frauen gestaltet, die Lesung und Predigttext aus der weiblichen Perspektive auslegen und vermitteln; und wie erstmals 2024 haben für die AMeN-Gemeinden Frauen aus Auringen, Medenbach und Naurod die Gestaltung gemeinsam auf der Basis der Materialien der „Evangelischen Frauen in Hessen und Nassau“ vorgenommen und am 7. Dezember einen zentralen Gottesdienst in der Auringer Kirche durchgeführt.
Der Evangelist Lukas verbindet seine apokalyptische Beschreibung von Angst und Zerstörung mit der Perspektive auf das, was kommt: die Heil bringende und befreiende Gottesherrschaft. Und davon handelte auch der Gottesdienst – von der Hoffnung, die Gott gerade in ‚stürmischen Zeiten seinen Menschen zuspricht, bis heute und gerade heute ein brennendes Thema.]
Die Anwesenden im gut besuchten Gottesdienst zeigten sich vom Thema bewegt und den vorgetragenen Texten angesprochen. Zum Austausch darüber blieb man gerne noch ein Weilchen in der Auringer Kirche über bei Kaffee oder Tee und Weihnachtsplätzchen beieinander.
Margit Ruffing
Am Sonntag, 9.11.2025 veranstalteten die katholische und evangelische Gemeinde bereits zum dritten Mal eine ökumenische Andacht zu St. Martin.
Gemeindereferentin Bettina Fritz und Pfarrer Frederik Ebling begrüßten gemeinsam die vielen Kinder, die mit wunderschön gestalteten Laternen in Begleitung ihrer Eltern diesmal den Weg zur evangelischen Kirche gefunden hatten.
Nachdem Pfarrer Ebling sich alle Laternen der Kinder hatte zeigen lassen, begann Gemeindereferentin Fritz die Martinsgeschichte zu erzählen. Die Kinder mussten gut aufpassen, denn bei bestimmten, in der Geschichte vorkommenden Schlüsselworten, sollte sie etwas rufen oder eine Bewegung machen.
Während der Andacht wurden die klassischen Martinslieder stimmungsvoll von drei Mitgliedern der beiden Gemeinden mit Querflöte, Klarinette und Klavier begleitet. Beim letzten Lied „Ich geh mit meiner Laterne“ setzten sich dann die Kinder und Erwachsenen zu einem kleinen Umzug in Bewegung.
Im Anschluss standen alle bei heißem Kinderpunsch und Laugengebäck noch einige Zeit bei guten Gesprächen am Feuer zusammen.
Pfarrer Thomas Tschöpel
Dieter Engel, Dieter Hofmann und Karl-Heinz Schon vom Heimat- und Geschichtsverein bilden seit mehreren Monaten ein Arbeitsteam, um Informationstafeln für historische, ehemals im Dorf wichtige Gebäude, zu entwerfen und dort anzubringen. Fünfzehn Tafeln sollen es werden. Eine Übersicht findet sich auf der Homepage des Vereins (https://heimatvereinmedenbach.de). Über den QR-Code auf jeder Tafel können direkt an den Gebäuden zusätzliche Informationen aufgerufen werden.
Ein Spaziergang durch das Dorf kann an der ehemaligen Volksschule, dem heutigen Heimatmuseum, beginnen. Danach gegenüber die frühere Spar- und Darlehenskasse, das ehemalige Dorfgemeinschaftshaus, die einstige Posthilfsstelle und Bäckerei, Landmetzgerei, die eine oder andere ehemalige Gastwirtschaft, die Schmieden, alte Hofreiten, die Alte Schule und weitere Gebäude aufsuchen! Viele Stationen lassen heute die frühere Nutzung nicht mehr erahnen. Die Texte der Tafeln holen die Erinnerung zurück.
Die Tafel an der Evangelische Kirche und die weiterführenden Texte können manche Frage klären, für die die Leserinnen und Leser vielleicht keine Antwort geben können:
Wie alt mag unsere Kirche sein und wer war die Patronin? Ab wann war sie selbstständige Pfarrei? Wann wurde Medenbach evangelisch? Welche Folgen hatte der 30-jährige Krieg? Wann war der Wiederaufbau, wann erfolgte die barocke Umgestaltung innen? Haben wir einen Kirchturm oder einen Dachreiter? Wie hieß der Pfarrer der „Bekennenden Kirche“ von 1931-1954?
Pfarrer Heinrich Brumm hat in seiner Pfarrerchronik ausführlich über seine Amtszeit berichtet. Scannen Sie bitte den QR-Code an der Kirche und erfahren mehr: Wo das Pfarrhaus stand, wie er 1933 zunächst Hoffnung auf Besserung in den neuen Reichkanzler Adolf Hitler setzte und dann die Warnsignale auf das Kommende 1934 zu seinem Beitritt in die „Bekennende Kirche“ führte. Wie der Pfarrer vermehrt von Parteigenossen schikaniert und in seiner Arbeit behindert wurde, wie es 1941 zu seiner Verhaftung kam und er in Wiesbaden und Frankfurt im Gefängnis war und von der geheimen Staatspolizei verhört wurde. Aber auch von seiner Entlassung nach vier Wochen. (Bilder und Text: Dieter Hofmann)
Gemeinsames Singen
Martin Luther mit Spiel und Spaß erleben
„Denn heut´ ist Kinderbibeltag“ sangen am Samstag, den 08.11.25, 20 Kinder gleich zu Beginn des Kinderbibeltages zum Thema Martin Luther. Kinder im Alter von 4 bis 10 Jahren aus den drei AMeN-Gemeinden Auringen, Medenbach und Naurod waren eingeladen, das Leben und Wirken des großen Reformators kennenzulernen. Mit dem Bilder-Erzähltheater wurde in großer Runde vom Leben Martin Luthers erzählt, bevor es dann weiter in die Kleingruppen ging.
Zwei Gruppen durften sich in den beiden Küchen des Auringer Gemeindehauses austoben, um Lutherkekse zu backen. Die dritte Gruppe erfuhr in einer Mitmachgeschichte vom Leben im Mittelalter, möglichen Sünden und der Angst vor Gottes Strafen. In einem Rucksack wurden die „Sünden“ in Form von großen Steinen gesammelt und jedes Kind durfte die schwere Last eine Runde durch den Raum tragen. Durch Martin Luthers Entdeckung, dass Gott die Menschen bedingungslos liebt und vergibt, konnte der Rucksack geleert werden und die Kinder stellten fest, wie schön es ist, mit einem leichten Rucksack durchs Leben zu gehen.
Sechs Kindergottesdienstmitarbeiterinnen hatten dann alle Hände voll zu tun, damit jedes Kind zum Mittagessen mit Nudeln, Tomatensauce, Käse und Getränk versorgt war. Während von den fleißigen Helferinnen aufgeräumt und gespült wurde, durften die Kinder im Untergeschoss des Gemeindehauses einen Zeichentrick-Lutherfilm ansehen. Danach wurde wieder gemeinsam gesungen und die abgekühlten Lutherkekse dienten als Nachtisch.
In einer weiteren Gruppenarbeit durften die Kinder dann die Lutherrose basteln und lernten die Bedeutung der einzelnen Elemente kennen. Mit dem angesammelten Wissen der letzten 5 Stunden fiel es den Kindern nicht schwer, alle Fragen beim 1, 2 oder 3-Spiel zu beantworten. Für jede richtige Antwort gab es einen kleinen Edelstein und die kleinen Organza-Säckchen füllten sich schnell.
Zum Abschluss erhielt jedes Kind eine Playmobil-Luther-Figur und ein kleines Kinderbüchlein zu Martin Luther und der Reformation. Alle waren sich einig, dass es ein toller Tag mit vielen spannenden Aktivitäten war.
Nassauisches Blechbläser Ensemble
Zum 26. Mal feierte die evangelische Kirchengemeinde Auringen den Tag der Reformation mit vielen treuen Anhängern dieser Veranstaltung.
Dr. Schmidt hat wie immer interessante Texte zu den 10 Geboten und z. B. den Lebensregeln von Mönchen und Nonnen und den Tischsitten bei „Luthers“ zusammengestellt.
Zu den Texten (gelesen von Dr. Schmidt, S. Herold, E. Weihrauch und H.Radon) wurden geschichtlich passende Bilder gezeigt.
Musikalisch begleitet und aufgelockert wurde die Andacht, wie in vielen vergangenen Jahren, mit Liedern aus 4 Jahrhunderten von dem Nassauischen Blechbläser Ensemble.
Im Anschluss gab es traditionell im Rathaussaal Wein vom Evangelischen Weingut in Weinolsheim, Lutherbrodt und Brezel – und natürlich viele gute Gespräche.
Am Sonntag, den 26.Oktober 2025 feierten 41 Jubilare ihre Silberne-, Goldene -, Diamantene-, Eiserne-, Gnaden- und Kronjuwelen Konfirmationen und erhielten dazu eine Anstecknadel als Geschenk.
In einer Familie konnten sogar drei Generationen dieses Jubiläum zusammen feiern. Gisela Leukel wurde vor 70 Jahren konfirmiert, ihre Tochter Ilona Kleinsimmlinghaus vor 50 Jahren und Enkelin Nadja Wall vor 25 Jahren.
Pfarrer Thomas Tschöpel wählte als Konfirmationsspruch und Predigttext den Vers: Heile du mich Herr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen; denn du bist mein Ruhm (Jeremia 17,14). In der einer kurzweiligen Predigt ging er auch auf das Erlebte und die prägenden Ereignisse in den vergangenen acht Jahrzehnte ein und erntete so manches zustimmende Nicken und Lächeln. Nach der persönlichen Einsegnung erhielten die Jubilare ihre Urkunde verbunden mit den Glückwünschen des Kirchenvorstandes der Evangelischen Kirchen Gemeinde Auringen. (SH)
Silberne- und Goldene Konfirmation (25 und 50 Jahre): Ilona Kleinsimmlinghaus, Ute Baum, Erhard Herold Nadja Wall, Aniko-Sarah Steinmann, Bernhard Stengel-Rutkowski
Diamantene Konfirmation (60 Jahre): Gabriele Bücher, Rita Christ, Ullrich Deuse, Ria Dörr, Annelie Krüger, Anneliese Sperle, Ernst Weihrauch, Fritz Wolf, Jürgen Ziegenbalg
Eiserne Konfirmation (65 Jahre): Johann Burghardt, Ilse Galgon, Maria König, Ulrike Keil, Helga Mildner, Peter Sekniczka, Rainer Wagner
Gnaden-Konfirmation (70 Jahre): Rosel Braun, Erich Bredy, Berta Diesterweg, Erika Frey, Bernhard Gädecke, Oskar Galgon, Richard Galgon, Ilse Goßmann, Helga Hofmann, Gerhard, Lendle, Hanna Lendle, Gisela Leukel, Erna Lukasch, Inge Pfeiffer, Hannelore Wolf
Kronjuwelen-Konfirmation (75 Jahre): Rosemarie Menzel, Heinz Radtke, Dr. Hans-Dieter von Stephanitz
Dankbarkeit ist Krafttraining für die Seele
Pfarrer Valentino, eine Handpuppe, die zum ersten Mal im Auringer Erntedank-Familiengottesdienst zu Gast war, hatte es nicht leicht mit dem meckernden Raben. Aber nach einem kurzen Kafttraining konnten dann alle aus vollem Herzen danken.
Aber von vorne: 11 Kinder zogen mit ihren Erntegaben zusammen mit Pfarrer Frederik Ebling und zwei Teamerinnen des Kindergottesdienstes in die gut besuchte Kirche ein. Die Kinder legten ihre Gaben am bereits schön geschmückten Altar ab. Den Refrain des ersten Lied „Wir pflügen und wir streuen“ begleiteten die Kinder mit Bewegungen. Statt einer Predigt kamen dann Pfarrer Valentino und ein Rabe als Handpuppen zum Einsatz. Der Rabe meckerte, dass er gar nicht danken brauche, denn Erdnüsse, das einzige, was ihm richtig gut schmecke, wären wieder einmal nicht bei den Erntegaben dabei. Die Äpfel seien sauer und wurmig, die Melone sei zu hart und dann erst der Bluemkohl! Niemand würde Blumenkohl mögen, behauptete er. Bei den meisten Kindern erntet er Zustimmung, aber einige Erwachsene outeten sich als Liebhaber. Der Rabe meinte nur kurz, dass es eben Menschen mit komischen Geschmack gäbe. Pfarrer Valentino bedauerte den Raben, weil er gar nicht merken würde, dass er für viele Sachen dankbar sein könne. Dankesagen sei Krafttraining für die Seele und es würde einem gleich viel besser gehen, wenn man sich in Erinnerung ruft, für was man alles dankbar sein könne. Und nach kurzem Nachdenken fielem dem Raben so viele Dinge ein, für die er danbar wäre, dass er kaum noch zu stoppen war.
Dankbar ist auch die evangelische Kirchengemeinde für die Erntegaben, die Konfirmanden und Familie Damm gespendet hatten. Alle Erntegaben wurden am Montag von der Wiesbadener Tafel abgeholt. Der Dank geht auch an die sechs Köchinnen, die eine Suppe für das im Anschluss an den Gottesdienst stattfindende, traditionelle Suppenessen kochten. In der Ortsverwaltung kamen viele Menschen zum gemeinsamen Mittagessen und anregenden Gesprächen zusammen. Nachdem das Brot, das vorher noch auf dem Altar gelegen hatte, geschnitten und das Dankgebet in Form eines Tisch-Raps gesprochen war, konnte das Buffet eröffnet werden.
Seit Sommer stand der Herbstausflug am 4. Oktober fest. Einige Tage davor erfuhr jeder Teilnehmer die Abfahrtzeit. Denn die Fahrerin des Busunternehmens aus Hofheim- Wildsachen fuhr von Breckenheim über Medenbach nach Auringen und Naurod, wo an der Kirche um 9.30 Uhr die letzte Gruppe in den Reisebus einstieg. 30 Personen nahmen teil. Pfarrer Tschöpel erklärte den Ablauf, sprach ein kurzes Gebet für den Reisetag und teilte die Speisekarte zum Bestellen des Mittagessens aus.
In Limburg an der Lahn angekommen wurden zwei Gruppen gebildet, je eine Stadtführerin zeigte und erklärte die schöne Altstadt. Im Mittelalter lag die Stadt an der wichtigen Handelsstraße Konstantinopel – Antwerpen. Es gibt besonders viele Fachwerkhäuser, und zwar bis in die heutige Zeit aus mehreren Epochen. Die Führung endete an Limburger Dom. Es blieb Zeit, hineinzugehen. Unten an der Lahn aßen wir in einem Restaurant gut und gesellig zu Mittag.
Anschließend ging’s über die Autobahn nach Idstein, zuerst in ein geräumig-gemütliches Café und zu guter Letzt zu einer engagierten Führung durch ein ehemaliges Kirchenvorstandsmitglied in die große, barockschmucke, evangelische Unionskirche. Deren Entstehung sei auf den Nassauischen Fürsten Georg August Samuel (lutherisch) und seiner Frau Henriette Dorothea (reformiert) im achtzehnten Jahrhundert zurückzuführen .
Beeindruckt verließen wir in unseren Gemeindeorten am Abend mit Handschlag zum Abschied und zur Ausstiegshilfe den Reisebus nach der gelungenen Ausflugstour!“
Adelheid Buchheister
Die Stempeljagd im Maislabyrinth geht los
Einen tollen Vormittag im Maislabyrinth in Wallau erlebten 11 Kinder und 3 Betreuerinnen der ev. Kirchengemeinde Auringen. Zunächst suchten die Kinder in Kleingruppen nach 6 Stationen im riesigen Maislabyrinth. Nach einer Stunde waren dann alle Stempel gesetzt und die 6 dazugehörigen Fragen hoffentlich richtig beantwortet.
Da es die Sonne noch einmal richtig gut meinte, ging es danach zurück an unsere reservierten Tische, um sich mit Wasser, Limo und kleinen Kuchenstücken zu stärken. Dann wurde die Schubkarre mit den vorbereiteten Kürbissen geplündert und die Arbeit mit Stift und Schnitzmesser konnte beginnen. Selbst die Jüngsten im Alter von 4 Jahren konnten mit etwas Hilfe Augen, Nasen und Münder in die Kürbisse schnitzen.
Noch vor dem Mittagessen wollten die Kinder dann das riesige Hüpfkissen und das Maisschwimmbad ausprobieren. Da es ziemlich voll war, mussten die drei Betreuerinnen gut aufpassen, um alle Kinder im Blick zu behalten. Zum Mittagessen hatten sich die Kinder Mailkolben, Pommes oder Würstchen im Brötchen ausgesucht und ließen es sich nach dem Tischgebets-Rap gut schmecken. Nach 3,5 Stunden präsentierten die Kinder den abholenden Eltern stolz ihre Kürbisse und waren sich einig, dass sie viel Spaß im Maislabyrinth hatten.
Ein großes Dankeschön geht an den Förderverein für die Kinder- und Jugendarbeit der ev. Kirche Auringen, der sämtliche Kosten für diesen Ausflug übernommen hat.
Überreichung der Urkunde durch Pfarrerin Anja Schwier-Weinrich
Am Sonntag, den 24.08.2025 fand um 14 Uhr ein Festgottesdienst zum 115-jährigen Bestehen der Evangelischen Frauen in Auringen, vormals Frauenhilfe Auringen, statt.
Der Gottesdienst wurde mit Pfarrerin Anja Schwier-Weinrich (Pfarrerin für die Frauenarbeit in der EKHN) und Pfarrer Tschöpel gefeiert. In ihrer Predigt (Predigttext war ein Kapitel aus dem zweiten Brief des Apostel Paulus an Timotheus) legt die Pfarrerin auch den Leitspruch der Ev. Frauen in Hessen-Nassau, Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit, aus. Sie hielt auch einen kurzweiligen Rückblick auf die vergangenen 115 Jahre und zitierte aus der Akte der Ev. Frauen in Auringen. Dort ist ein Schreiben zu finden, wo der Bürgermeister von Auringen „gebeten“ wurde die heimlichen Treffen der Frauen in der Zeit des Dritten Reichs einzustellen und dafür zu sorgen, dass sich die Damen der Frauenorganisation der Partei anschlossen. Die Damen kamen seinerzeit dem Wunsch nicht nach.
Alle anwesenden Damen erhielten zum Jubiläum, neben der Urkunde für die Gruppe, eine Kerze mit dem Logo der Ev. Frauen der EKHN und eine Kette mit dem Facettenkreuz überreicht.
Die Treffen der Ev. Frauen werden seit 35 Jahren von Helga Radon liebevoll vorbereitet und sind thematisch immer auf der Höhe der Zeit. Helga Radon wurde von der Vorsitzenden des Kirchenvorstandes, Gabi Schmidt, für diese Arbeit und für ihre 40-jährige Mitarbeit im Kirchenvorstand mit einer Urkunde und einem großen Blumenstrauß geehrt.
Nach dem Gottesdienst haben die Evangelischen Frauen und die anderen Gottesdienstbesucher bei Sekt, Kaffee und Kuchen ihr Jubiläum in der Ortsverwaltung Auringen gefeiert. Eine besondere kulinarische Überraschung war eine von Frau Brack hergestellte Mokkatorte mit essbarem Logo der Ev. Frauen. (SH)